
Energietechnik ist das Halbjahresthema, mit dem sich seit Schuljahresbeginn 2014/15 der Kurs aus Schülern der Klassen 9a und 9b beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die Frage, was erneuerbare Energien leisten und unter welchen Bedingungen sie fossile Energieträger ersetzen können. Um dieser Fragestellung auch praktisch auf den Grund zu gehen, werden derzeit im Technikunterricht kleine Windkraftanlagen gebaut, die Fahrradlämpchen zum Leuchten bringen sollen.
Allen war von Anfang an klar, dass man sich mit den Produkten aus dem Technikunterricht nur sehr beschränkt der Realität annähern kann. Deshalb wurde die Gelegenheit, die Entstehung des künftigen Windparks Sehestedt vor Ort zu erkunden, mit Freude aufgegriffen.
Die erste aufgebaute Windkraftanlage und die zum Bau weiterer Windmühlen vorbereiteten Anlagenteile übertrafen dann tatsächlich die bisherigen Vorstellungen. Millimetergenaue Fundamente, gigantische Rotorblätter und Maschinenhäuser in der Größe von Reisebussen waren, erstmals mit den eigenen Händen berührt, noch erheblich größer, als aus der Ferne vermutet.
Interessant waren jedoch nicht nur die Dimensionen der Anlagen. Durch die Erklärungen, die einer der Investoren und der Bauleiter gaben, konnten die Schüler sehr gut nachvollziehen, wie kompliziert die Suche geeigneter Standorte sein kann. Dabei sind nicht nur die vorherrschenden Windrichtungen und die Beschaffenheit des Bodens zu beachten, sondern auch der Schutz der Bevölkerung vor optischen und akustischen Beeinträchtigungen.
Nach zwei Schulstunden in herrlichem Sonnenschein wäre die Gruppe gern noch länger geblieben, um den Kranfahrzeugen, die gerade in Position gebracht wurden, bei der Arbeit zuzusehen.
Aber bei der Weiterarbeit an den eigenen „Klewianen“ (Kleine Wind-Anlagen) können die Schüler nun viel besser einschätzen, in welchem Verhältnis Theorie und Praxis stehen.





