Bemerkenswerte Tage – Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz
Bemerkenswerte Tage – Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz

Bemerkenswerte Tage – Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz

Eingedenk der schulischen Vorgabe, ein zum Profil und den Lehrplaninhalten geeignetes Ziel anzusteuern, war die 13b, die Profilklasse Geschichte dieses Jahrgangs, Ende September für fünf Tage in Krakau und Auschwitz. Die Anreise mit einem Bus und die Unterkunft im Stadtzentrum waren recht ordentlich, Krakau selbst empfing die Gruppe mit schönem und über alle Tage bleibenden Spätsommerwetter. Eine Stadtführung brachte allen die historischen und kulturellen Höhepunkte dieser ehemaligen polnischen Hauptstadt und immer noch dem Kulturzentrum des Landes nahe. Viele Hochschulen in und um Krakau und damit eine große Anzahl von Studenten zeigten dann den aktuellen Stellenwert und machten den mitgereisten Schülerinnen und Schülern das Kennenlernen auch des abendlichen Krakaus leicht. Die Polen sind sehr aufgeschlossen und freundlich, viele suchten das Gespräch und fragten nach den Zielen und Intentionen der Studienfahrt. Wir hatten das Glück, gleich zwei gerade neu entstandene Museen in der Stadt besichtigen zu können, sahen aber auch die historischen, für die deutsche Geschichte nicht erfreulichen Orte der Erinnerung an Greuel und Vernichtung, wie zum Beispiel das jüdische Viertel in Krakau und die Reste des ehemaligen Ghettos. In Krakau selbst war für die Schülerinnen und Schüler besonders eindrucksvoll die gerade restaurierte Fabrik von Oskar Schindler, in der wir eine eindrucksvolle Führung durch die historischen Räume und damit einen Überblick über die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs in dieser Region bekamen.

Ein ganzer Tag war dem in der Nähe liegenden Konzentrationslager Auschwitz und dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gewidmet. Zwei einfühlsame Führungen durch die zwei Lager und die Vernichtungsstätten zeigten das ganze Ausmaß des Grauens in der Zeit von 1939 bis 1945, zumal zur gleichen Zeit auch eine israelische Schülergruppe durch die heute musealen Anlagen ging. Wir fühlten uns als Vertreter der Täter-Nation Deutschland gerade gegenüber diesen Jugendlichen ganz unwohl. Der Abend nach diesem Tag war für die beiden mitgereisten Geschichtslehrkräfte Frau Timmermann und Herrn Baum dann auch der Aufarbeitung des Gesehenen mit der Klasse gewidmet. 
Aus Fazit kann man sagen, dass diese Studienfahrt gerade für das Geschichtsprofil gut und richtig war, letztendlich kann man vor Ort viel mehr kennenlernen und aufnehmen als aus jedem noch so guten Buch. Man sollte Studienfahrten nach Krakau und Auschwitz öfter machen, um als der Geschichte zu lernen.

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