DialogP – ein Projekt zur politischen Bildung
DialogP – ein Projekt zur politischen Bildung

DialogP – ein Projekt zur politischen Bildung

dialogP ist ein Projekt zur politischen Bildung, welches vor allem Jugendlichen die Arbeit und Funktionsweise des Parlaments näherbringen und zur Auseinandersetzung mit politischen Themen anregen möchte.

Die Teilnehmenden treten nacheinander verschiedenen Landtagsabgeordneten an Thementischen entgegen und diskutieren selbst. Genau so kam es am 09.02.2026 bei uns an der PUS zustande.

Am Montag geht es um 9:00 Uhr mit den direkten Vorbereitungen los. Die Thementische müssen aufgebaut, die farblich an die Räumlichkeiten und das Logo des Bildungsprojekts angepassten Servietten müssen verteilt werden. Die SuS des Orga-, Aufbau-, Presse-, Eskort-, Moderatoren- und Technik-Teams schaffen an allen Ecken, um die Diskussion vorzubereiten. Auch N. Treder, der WiPo-Lehrende, aufgrund dessen Engagement dieses Projekt erst stattfinden konnte, hilft bei jedem noch so kleinen Detail.

Ab 9:45 Uhr ist der Raum fast voll; die SuS, die an der Diskussion teilnehmen, sind da. In Vorbereitung auf die Diskussion haben die SuS aus dem 11., 12. und 13. Jahrgang sich auf die fünf kommenden Landtagsabgeordneten Schleswig-Holsteins wie auch das Thema ihres Thementisches bestens vorbereitet.

Kurz vor 10:00 Uhr ist es soweit, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Lasse Petersdotter (Grüne), Serpil Midyatli (SPD), Christopher Vogt (FDP) und Jette Waldinger-Thiering (SSW) treffen ein, bereit, sich an den Thementischen mit deren jeweiliger Frage auseinanderzusetzen.

Das Moderatoren Team begrüßt alle Anwesenden und stellt die fünf Diskussionsfragen vor:

Tisch 1: Soll unzuverlässiger öffentlicher Nahverkehr als Entschuldigung gelten, wenn Jugendliche zu spät zur Schule kommen?

Tisch 2: Muss sich die Politik stärker um die mentale Gesundheit von Jugendlichen kümmern?

Tisch 3: Kann Digitalisierung an Schulen gerecht sein, wenn der Bildungserfolg vom Einkommen der Eltern abhängt?

Tisch 4: Sollten Jugendliche ab 16 Jahren über politische Entscheidungen mitbestimmen dürfen?

Tisch 5: Müssen junge Menschen akzeptieren, dass sie sich Wohnen in Städten wie Kiel oder im Hamburger Umland kaum leisten können?

Bevor es losgeht, soll gemeinsam in den Tischgruppen ein Quiz in Form eines Kahoots über Schleswig-Holsteins Parlament gespielt werden. Nach technischen Startschwierigkeiten holt Tisch 5 gemeinsam mit Christopher Vogt den ersten Platz, alle Antworten richtig.

Um 10:30 Uhr beginnt die erste Diskussionsrunde. Zwölf Minuten Diskussionszeit, in denen sich die SuS den Politikern stellen und die Politiker sich den Schülern, fünfmal direkt nacheinander. Als um 11:40 Uhr die letzte Diskussionsrunde geschafft ist, steht den SuS die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Alle fünf Runden wurden die zwölf Minuten voll genutzt, teils knapp überzogen, das Sprechtempo nicht gerade langsam und die Redeanteile zwischen SuS und Politikern etwa ausgeglichen.

Das Moderatoren-Team stellt noch einmal jede Frage nacheinander in den Raum, alle haben jetzt die Chance, sich mit Pro- und Contra-Karten selbst zu jeder Frage zu positionieren. Es ergibt sich in etwa folgendes Gesamtbild zu den Themenfragen:

1. Soll unzuverlässiger öffentlicher Nahverkehr als Entschuldigung gelten, wenn Jugendliche zu spät zur Schule kommen? => 100% + ; 0% –

2. Muss sich die Politik stärker um die mentale Gesundheit von Jugendlichen kümmern? => ~98% + ; ~2% –

3. Kann Digitalisierung an Schulen gerecht sein, wenn der Bildungserfolg vom Einkommen der Eltern abhängt? => ~20% + ; ~79% –

4. Sollten Jugendliche ab 16 Jahren über politische Entscheidungen mitbestimmen dürfen? => 60% + ; 40% –

5. Müssen junge Menschen akzeptieren, dass sie sich Wohnen in Städten wie Kiel oder im Hamburger Umland kaum leisten können? => 100% + ; 0% –

Anschließend beendet das Moderatoren-Team die Veranstaltung um etwa 12:06 Uhr, etwas außerhalb des Zeitplans.

Ein großer Dank gebührt Herrn Treder, dem Projekt dialogP, den teilnehmenden SuS sowie den teilnehmenden Politikern: Daniel Günther, Lasse Petersdotter, Serpil Midyatli, Christopher Vogt und Jette Waldinger-Thiering.

Text: Kalle Schnoor, 13d

Fotos: Nicholas Treder, Michael Baum

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