Ein Erfahrungsbericht von Lasse Becker, Klasse 11a


Eine Woche nach den Sommerferien 2013 bin ich für neun Wochen nach Nordirland in ein kleines Dorf in der Nähe von Belfast gereist und dort zur Schule gegangen, um mein Englisch zu verbessern und Erfahrungen zu sammeln. Beides ist mir gut gelungen, denn ich habe meine Sprachkenntnisse deutlich verbessert und unglaublich viele, schöne Erinnerungen mit zurück genommen.
Englisch hört sich für viele wahrscheinlich anstrengend und nicht gerade spaßig an, aber es ist etwas ganz anderes, wenn man sich auf Englisch verständlich machen muss. Ich fand es selber ungemein befriedigend festzustellen, dass ich fast alles ausdrücken und auch ernsthafte Gespräche führen konnte.
In Lurgan, der nächsten Kleinstadt bei dem Dorf, in dem ich gewohnt habe, besuchte ich das College. Dort traf ich ausschließlich auf sehr, sehr nette Menschen ob Mitschüler, Lehrer, Sekretärin oder Hausmeister, alle hatten immer ein nettes Wort für mich und waren immer besorgt, dass alles in Ordnung ist. Ganz besonders toll war Mr. Buttery, der Deutschlehrer, denn am Lurgan College wird auch Deutsch unterrichtet. Er hat mich von Anfang an unter seine Fittiche genommen und konnte mir schwierige Dinge auch auf Deutsch erklären. Aber auch ich konnte ihm manchmal beim Deutschunterricht helfen. Ich habe noch nie einen so fröhlichen und freundlichen Menschen kennengelernt wie ihn. Aber auch alle Leute, die ich in der Schule und anderswo traf, waren nett und offen. Und wenn ich euch nun erzähle, dass ich eine Schuluniform tragen musste, werdet ihr aufstöhnen, aber für mich machte es keinen großen Unterschied. Meine Mitschüler konnte ich sehr in Erstaunen versetzen, als ich ihnen erzählte, dass ich in Deutschland keine Schule kenne, an der Schuluniformen getragen werden. Für mich war es aber erstaunlich wie stolz alle waren die Uniform des Lurgan College zu tragen.
Gewohnt habe ich bei Freunden von uns, Harry und Elisabeth Briggs. Mein Vater hat Harry vor einer schieren Ewigkeit kennengelernt, doch das ist eine andere Geschichte. Harry und Elisabeth haben sehr viel mit mir unternommen. Wir machten, wenn immer es ging Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten, Naturdenkmalen, Prähistorische Anlagen, historischen Gebäuden und Ruinen usw. – mit denen Nordirland gespickt ist, oder wir besuchten Freunde und Verwandte von Harry und Liz. Überall wurde ich total freundlich empfangen und gehörte so richtig zur Familie.
Mehrmals haben mich auch Mitschüler für ein Wochenende zu sich nach Hause eingeladen. Überhaupt waren meine Mitschüler ganz toll. Zum Abschied haben sie eine große Farewell Party für mich gegeben und der Abschied fiel mir nicht gerade leicht.
An dieser Stelle möchte ich noch erzählen, dass Mr. Buttery, der Deutschlehrer am Lurgan College, den Kontakt zwischen unseren Schulen für eine gute Idee hält und sich freuen würde, wenn mehr Kontakte zwischen unseren Schulen und den Schülern entstehen würden. Daher habe ich seine Email-Adresse an Frau Stade weitergegeben und falls ihr Interesse an einer Brieffreundschaft oder weiteren Kontakten nach Nordirland habt, meldet euch doch einfach bei Frau Stade oder mir. Es wäre großartig würde sich diese noch kleine Beziehung ausweiten und würden unsere Schulen eine Partnerschaft eingehen, so dass noch viele von uns so großartige Erfahrungen machen könnten wie ich.


