{"id":3075,"date":"2023-08-29T14:42:15","date_gmt":"2023-08-29T12:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/peterustinovschule.de\/?p=3075"},"modified":"2023-10-03T16:09:44","modified_gmt":"2023-10-03T14:09:44","slug":"poetry-slam-an-der-pus-wie-literatur-und-schuelerinnen-zusammenfinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/peterustinovschule.de\/?p=3075","title":{"rendered":"Poetry Slam an der PUS: Wie Literatur und Sch\u00fclerinnen zusammenfinden"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-rounded\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/peterustinovschule.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Poetry-Slam-Gruppe-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3076\" srcset=\"https:\/\/peterustinovschule.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Poetry-Slam-Gruppe-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/peterustinovschule.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Poetry-Slam-Gruppe-300x199.jpg 300w, https:\/\/peterustinovschule.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Poetry-Slam-Gruppe-768x511.jpg 768w, https:\/\/peterustinovschule.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Poetry-Slam-Gruppe-1536x1021.jpg 1536w, https:\/\/peterustinovschule.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Poetry-Slam-Gruppe-2048x1362.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Lehrkraft ist man es gewohnt, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf Literatur nur mit einem interessenlosen St\u00f6hnen reagieren. Umso mehr \u00fcberraschte es, dass der Wunsch nach einem Poetry Slam von einer Sch\u00fclerin ausging. Was macht die Magie eines Poetry Slam aus, der sowohl Sch\u00fclerschaft als auch Lehrkr\u00e4fte zum Schreiben und \u00dcbersichhinauswachsen motivieren kann?<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Chicago der 1980er Jahre entstanden die ersten Poetry Slams. Lesungen galten nur im Kreise der Intellektuellen als attraktiv, woraufhin der Amerikaner Marc Kelly Smith eine lebendigere und j\u00fcngere Form der Pr\u00e4sentation von Literatur entwickelte: den Poetry Slam. Daf\u00fcr ben\u00f6tigte man lediglich ein Mikrofon und eine B\u00fchne, auf der die Performance-Poetinnen und Poeten auftreten konnten. Die Regeln: Es durften keine Requisiten verwendet werden, die Texte mussten selbstverfasst sein und die L\u00e4nge der Lesezeit durfte in der Regel nicht vier bis sieben Minuten \u00fcberschreiten. Ein Slam hat immer einen Wettbewerbscharakter, das hei\u00dft, dass die Dichterinnen und Dichter gegeneinander antreten und das Publikum oder eine ausgew\u00e4hlte Jury den besten Text und dessen Pr\u00e4sentation ausw\u00e4hlt. Bei der Themenwahl haben die Teilnehmenden keine Einschr\u00e4nkung. Ob Herzschmerz, Gesellschaftskritik oder etwas Lustiges \u2013 Alles, was sich in literarische Texte umwandeln l\u00e4sst, kann auf der B\u00fchne vorgetragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schuljahr 22\/23 keimte der Wunsch nach der Veranstaltung eines Poetry Slams auch an der Peter-Ustinov-Schule auf. Die Sch\u00fclerin Hanne Brunkert, die in ihrer Freizeit bereits zahlreiche Gedichte verfasst hat, plante mit zwei Lehrerinnen den literarischen Wettbewerb. Nach einem Aufruf im Kollegium und der Sch\u00fclerschaft kristallisierte sich eine Gruppe von zw\u00f6lf Teilnehmenden heraus, die sich der Herausforderung stellen wollten. Bis auf Hanne Brunkert hatte bisher keiner Erfahrung im Vortragen von eigenen Texten. Die Stadt Eckernf\u00f6rde unterst\u00fctzte das Projekt mit einem professionellen Workshop von dem bekannten Slammer Bj\u00f6rn H\u00f6gsdal. Dort wurden erste Ideen gesammelt und verschiedene Methoden und Schreibstrategien vorgestellt. Man stellte schnell fest, dass Literatur, die frei und ohne inhaltliche und strukturelle Vorgaben produziert werden kann, wie ein Ventil wirkt. Die Texte konnten unterschiedlicher kaum sein, aber jeder war auf seine Art ber\u00fchrend. Faszinierend war auch, dass niemand am Ende des Workshops vor einem wei\u00dfen Blatt sa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 12. Juli um 19 Uhr war es dann endlich so weit: Die Poetinnen und Poeten standen aufgeregt vor der B\u00fchne der Aula und hielten mit feuchten H\u00e4nden ihre Texte in der Hand. Die St\u00fchle f\u00fcllten sich mit Lehrkr\u00e4ften, Eltern, Freunden und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. Auch die Schulleiterin Imke Freudenthal und die Kulturbeauftragte Andrea Stephan fanden sich im Publikum ein. W\u00e4hrend der Veranstaltung stellte man schnell fest, dass die Rohfassungen aus dem Workshop noch einige Wandlungen durchlaufen haben. Es wurden gereimte Texte vorgetragen, unterhaltsame, nahezu gerappte und auch welche im Briefformat. Das Publikum war begeistert. Am Ende war es fast egal, wer gewonnen hat, denn sicherlich hat sich jeder von ganz unterschiedlichen Texten ber\u00fchrt und verstanden gef\u00fchlt. Lea Sophia Dick aus der 11. Klasse wurde als Siegerin gek\u00fcrt, die mit ihren technisch einwandfrei durchgereimten Texten, die von einer verflossenen Liebe erz\u00e4hlten, besonders hervorstach.<\/p>\n\n\n\n<p>Text: Frederike K\u00f6hl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Lehrkraft ist man es gewohnt, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf Literatur nur mit einem interessenlosen St\u00f6hnen reagieren. 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