1. 1.Allgemeine Vorbemerkungen


Wir Kolleginnen und Kollegen der Peter-Ustinov-Schule haben uns bewusst dafür entschieden,  Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiVs) aller Schularten zu betreuen.

Wir haben uns für diese Arbeit entschieden,

weil unsere Schule durch die besondere Situation der heterogenen Lerngruppen schulartübergreifende Einblicke für alle LiVs ermöglicht.

weil wir dadurch besonders gute Möglichkeiten der pädagogischen und methodischen Arbeit und Ausbildung sehen.

weil unsere Schule sich langfristig auch durch junge Kolleginnen und Kollegen mit neuen Ideen verändert und entwickelt.


Die Ausbildung erfolgt im Rahmen der Ausbildungsstandards.

Um auch LiVs im Grund- und Hauptschulbereich eine zweite Ausbildungsphase zu ermöglichen, kooperiert die Peter-Ustinov-Schule mit der direkt benachbarten Gorch-Fock-Grundschule.

Die LiVs sind als vollwertige Mitglieder des Kollegiums, der einzelnen Klassenteams und Fachschaften mit allen Pflichten und Rechten eingebunden. Wenn möglich sollten die LiVs als Cotutoren/innen eine Klassenleitung zusammen mit einem erfahrenen Kollegen oder mit einer erfahrenen Kollegin als Tutor/in übernehmen. Die Lehrkräfte in Ausbildung treffen auf ein offenes und hilfsbereites Kollegium, in dem jede Lehrkraft bei sich hospitieren lässt und die LiVs mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung unterstützt.


  1. 2.Ausbildungsbeginn


Vor Schulbeginn wird der Kontakt zwischen den LiVs, den Ausbildungslehrern/innen und dem von der Schulleitung eingesetzten Ausbildungsleiter hergestellt.

Die LiV nimmt an der vorbereitenden Dienstversammlung teil, wenn das IQSH dies ermöglicht.

Die LiV beginnt am ersten Schultag mit ihrem eigenverantwortlichen Unterricht nach Plan. Die Ausbildungslehrer/innen beraten die LiVs in den ersten Schultagen intensiv über Inhalt und Methoden des Fachunterrichts.


  1. 3.Eigenverantwortlicher Unterricht und Hospitationen


Jede LiV erteilt 10 - 11 Stunden a 45 Minuten eigenverantwortlichen Unterricht. Mindestens zwei weitere  Stunden hospitiert die LiV bei ihren Ausbildungslehrern/innen bzw. unterrichtet unter Anleitung. Zusätzlich steht das Kollegium für weitere Hospitationen zur Verfügung.

Ausbildungslehrer/innen und LiVs haben eine gemeinsame Besprechungsstunde.

Freie Stunden sollten außerdem für Hospitationen an anderen Schulen genutzt werden.


  1. 4.Ausbildung


Im Verlauf der Ausbildung muss eigenverantwortlicher Unterricht und/oder Unterricht unter Anleitung in verschiedenen Stufen erteilt werden.

In Absprache mit den Ausbildungslehrern/innen und den parallel arbeitenden Kollegen/innen erstellt die LiV am Anfang jedes Semesters eine Halbjahresplanung für den eigenverantwortlichen Unterricht.

Ab dem 2. Semester soll die LiV jedem/r Ausbildungslehrer/in pro Halbjahr für den  eigenverantwortlichen Unterricht die Planung einer Unterrichtseinheit mit Leistungsüberprüfung schriftlich vorlegen.

Zusätzlich soll die LiV mindestens eine Unterrichtseinheit ( 4- 6 Stunden) in jedem Fach im Unterricht der/des  Ausbildungslehrers/in planen und durchführen.

Die LiVs und der von der Schulleitung bestimmte Ausbildungsleiter haben eine gemeinsame unterrichtsfreie Doppelstunde, die für Ausbildungszwecke genutzt wird. Bei diesen Treffen werden allgemeine Sorgen, Probleme, Freuden, aber auch pädagogische, rechtliche oder prüfungsrelevante Themen besprochen. In dieser Zeit zeigt jede LiV in den ersten zwei Semestern in jedem ihrer Fächer pro Halbjahr eine Stunde. Die beiden Stunden pro Semester sollen in unterschiedlichen Jahrgängen gezeigt werden. An diesem Unterricht nehmen auch der Schulleiter und der/die für das entsprechende Fach verantwortliche Ausbildungslehrer/in teil. Nach jeder Stunde folgt eine gemeinsame Besprechung. Nach Absprache können die anderen Ausbildungslehrer/innen ebenfalls teilnehmen.

Ab dem zweiten Ausbildungshalbjahr benotet der Schulleiter die Stunden.

Erwartet werden zu diesen Stunden als Unterrichtsvorbereitungen eine Verlaufsskizze und die Intentionen.

Ausbildungskonzept